Programm am Samstag, den 16.09.2017

ab 09:00 UhrAnmeldung im Tagungsbüro, Gelegenheit zum Besuch der Standpräsentationen
09:30 UhrEröffnung der Veranstaltung

Plenarvorträge ab 09:45


Sprachbewusstheit als Vermittlungsansatz für „Deutsch als Zielsprache“

Prof. Dr. Ballod, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Im Rahmen dieses Beitrags werden verschiedene Fragen von Integration behandelt. Z.B.: Wie werden Curricula und Materialien heterogenen Anforderungen gerecht? Welchen Beitrag kann ein integrativer Deutschunterricht leisten und welche Rolle können vorhandene Sprachkenntnisse z.B. im Englischen beim Erlernen des Deutschen spielen? D.h. Integration wird in diesem Fall nicht auf die Zielgruppe bezogen thematisiert, sondern auf die Potenziale eines Zusammenführens verschiedener Konzepte beim Sprachenlernen.


Alphabetisierung in Deutschland – Wo stehen wir im Jahr 2017?

Prof. Dr. Wibke Riekmann, Mitautorin der leo. – Level-One Studie

Im Jahr 2011 wurden die Ergebnisse der leo. – Level-One Studie veröffentlicht, mit dem Hauptergebnis, dass in Deutschland 7,5 Millionen Menschen vom funktionalen Analphabetismus betroffen sind. Was wissen wir noch auf der Grundlage dieser Studie von den Betroffenen und was wissen wir nicht? Welche Fragen bleiben offen? Außerdem sollen die Ergebnisse der Umfeldstudie vorgestellt werden, die Freunde und Bekannte, Kolleginnen und Ärzte, Vorgesetzte und Familienmitglieder befragt hat. Was wissen diese Personen über die Betroffenen, unterstützen und helfen sie den Betroffenen im Alltag? Welche Rolle spielt das Umfeld bei dem Thema Teilhabe an der Gesellschaft? Der Vortrag möchte zum Nachdenken anregen und vielleicht auch mit einigen Vorurteilen aufräumen.



Ticken wir noch richtig? - Ein Zeitvortrag in zwei Teilen

Jonas Geißler, München, timesandmore

Zeit-Geschichte

Zeit ist das, was wir vermissen. Immerzu haben wir zu wenig davon und organisieren das Leben, als wäre es nicht mehr als eine Zeitsparveranstaltung. Zeit ist zu einem knappen Gut (gemacht) geworden, mit dem es möglichst „effizient“ und „sparsam“ zu wirtschaften gilt.

Das aber war nicht immer so. Nicht zu allen Zeiten wurde die Zeit als knappes Gut angesehen,das man sparen, verlieren oder sogar totschlagen kann.

Warum gehen wir aber so mit der Zeit um, wie wir es momentan tun? Und warum ergeben sich daraus zahlreiche Probleme, die wir gerne Zeitprobleme nennen? Warum nimmt das Gefühl der Hetze und Rastlosigkeit nicht ab, obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der die Menschen mehr Freizeit denn je haben?

Möchte man diese Fragen zumindest teilweise beantworten, so hilft dabei ein Blick auf die Vorstellungen von Zeit, die sich die Menschen im Laufe der Geschichte gemacht haben. Nur so lässt sich erklären, was wir heute gerne „unsere Zeitprobleme“ nennen und welche Anforderungen die heutigen Zeiten an kompetentes Zeithandeln stellen.

Zeit-gemäßer Umgang

Das Leben wird immer schneller. Die moderne Arbeits- und Lebenswelt ist von gesellschaftlichen und technologischen Beschleunigungstrends geprägt. Beschleunigung erfolgt heute nicht mehr nur linear, sondern vor allem über die Verdichtung der Tätigkeiten in der Zeit. Dies bringt zahlreiche Freiheiten, aber auch neue Zwänge und Belastungen mit sich.

  • Wie hat sich der Umgang mit der Zeit verändert?
  • Wie lässt sich auf diese Anforderungen reagieren?
  • Welche Kompetenzen sind dazu notwendig und wie können diese entwickelt werden?
  • Welches Zeitverständnis passt zu einem Zeit-gemäßeren Umgang?

Der Vortrag gibt Impulse und Anregungen zu diesen und weiteren zentralen Fragen des Zeit-gemäßen Umgangs.