Programm am Freitag, den 15.09.2017

ab 11:00 UhrAnmeldung im Tagungsbüro, Gelegenheit zum Besuch der Standpräsentationen

Eröffnung

13:00 Uhr

Eröffnung der Veranstaltung

Professor Dr. Wolf Zimmermann, Prorektor für Studium und Lehre der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Götz Ulrich, Vorsitzender des Landesverbandes der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt e.V.

Grußworte

Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt

Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete der Stadt Halle (Saale)


14:00 - 15:30 Uhr - Vortrag

Digitale Transformation in der Bildungslandschaft - welche Optionen haben wir, diesen Wandel mitzugestalten?

 Anja C. Wagner, Berlin, FrolleinFlow

Wie verändert sich der Arbeitsplatz der Zukunft aufgrund der digitalen Technologien?

Welche Entwicklungen laufen da zusammen?

Wie hängt das mit "der Bildung" zusammen?

Was muss ganz neu gedacht werden?

Wer sind die Treiber und wie kann man das mitgestalten?

In welchen Zeiträumen müssen wir denken lernen?

Was kann ich als VHS tun, um:

  1. Neue Entwicklungen im Bildungsmarkt frühzeitig zu erkennen und mitzugehen.

  2. Attraktiv für Kurs-Leiter/innen zu sein.

  3. Die eigenen Mitarbeiter/innen möglichst mit auf den Weg zu nehmen.

  4. Den Kund/innen von morgen einen Mehrwert zu bieten.

  5. Die Kund/innen selbst auf die Zukunft des Lebens 4.0 mit vorzubereiten?

Welche Weichen müssen wir dafür jetzt schon stellen?

Wie stellt sich unser bisheriges Weltbild auf den Kopf?

Was sollte man selbst erledigen, was bringt die Cloud?

Wo bleibt die Präsenz?

Welche Geschäftsmodelle gäbe es?

Und wie machen das andere?

Fragen über Fragen. Wir suchen im Rahmen eines interaktiven Vortrages mögliche Antworten für die VHS von morgen.


Workshop Block I - 15:30 - 17:00 Uhr

Doro Thommes, Aschaffenburg, Hueber

Berufssprachliche Kompetenzen sind gerade hoch im Kurs; besonders seit der berufsbezogenen Deutschsprachförderung (DeuFöV) des BAMF. In jedem Kurs und auf jeder Stufe ist Berufssprache gefragt, ob als eigenständiger Kurs oder im Standardkurs eingebettet. Entsprechend groß ist das Materialangebot: Diese Runde gibt Ihnen einen Überblick über die berufssprachlichen Materialien von Hueber. Ob ergänzend zu Klassikern wie Schritte plus NEU, Menschen oder Sicher!, oder als reiner Berufskurs mit Im Beruf

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Dr. Gunther Weimann, Berlin, Cornelsen

Alphabetisierung von Migrantinnen und Migranten mit Alpha plus

Alpha Plus wurde speziell für Lernende entwickelt, die keine oder nur sehr wenig Erfahrung mit Schriftsprache haben und nicht oder nicht ausreichend lesen und schreiben können. Systematisch wird der Erwerb schriftsprachlicher Kompetenzen motivierend und abwechslungsreich in zahlreichen Übungen gefördert. Alpha plus berücksichtigt besonders:

  • die Einführung der Laute und Buchstaben

  • den Aufbau der Lese- und Schreibkompetenz im Kontext des Zweitspracherwerbs

  • die Bedeutung eines systematischen Sprechtrainings von Anfang an

In der Präsentation wird gezeigt, wie Basiskurs und Sprachkurs A1 elementare Deutschkenntnisse vermitteln und die sprachliche Handlungsfähigkeit der Lernenden im Alltag Schritt für Schritt entwickeln.

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Irmgard Geyer, Berlin, Klett

Was hilft dem Gehirn beim Lernen und was ist eher hinderlich? Ergebnisse aus der neurowissenschaftlichen Forschung leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung moderner DaF-Lehrwerke. Beispiele dafür sind kommunikative und handlungsorientierte Herangehensweisen, eine enge Verzahnung des Trainings der unterschiedlichen sprachlichen Fertigkeiten, Transparenz in Bezug auf die Lernziele und die Vernetzung des Leitmediums Lehrwerk mit digitalen Übungsangeboten. In diesem Workshop erkunden wir, wie dies im Mittelstufenlehrwerk Aspekte neu praktisch umgesetzt wird und wie Lernende und Lehrende davon am besten profitieren können.

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Robert Kirstein, Berlin, Klett

Learning English isn’t easy - as we all know - but a challenge can also be enjoyable! And as research into human learning processes has proven, enjoyment is fundamental to successful and effective learning.

Exclusive! Be first in line to find out about … Let’s Enjoy English!

Enjoy … discovering creative combinations of tried and tested ideas.
Enjoy … trying out heaps of new activities - exclusive to Let’s Enjoy English.
Enjoy … a workshop certain to inspire!

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Marion Pick, telc gGmbH

Dieser Workshop fokussiert die Konzeption von Deutschkursen für den Hochschulzugang. Was sollte der Kurs unbedingt beinhalten? Welche Fertigkeiten muss ich trainieren? Wie integriere ich die Prüfungsvorbereitung in den Unterricht? Hilfreiche Tipps zur Durchführung ergänzen den Workshop.

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Dr. Christian Dette, Dr. Kathrin Jäger, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dieser Workshop gibt eine Einführung zum Themenfeld "elektronisches Prüfen" mit dem Fokus auf Sprachtests. Es werden Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen in Umsetzung und Auswertung von elektronischen Prüfungen aufgezeigt. In einem Praxisteil werden das methodische Vorgehen beim Erstellen von Fragen und die Auswertungsmöglichkeiten an Beispielen vertieft. Den Abschluss bildet eine Diskussion zur Eignung dieser Prüfungsform für Einstufungstests und Abschlussprüfungen an Volkshochschulen.

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Rob Dean, UK, Pearson

No two learners are alike. Each has different needs, goals, interests and learning styles and the ‘one size fits all’ approach rarely if ever works in the 21st century learning environment. Accommodating such variety can present a huge challenge for teachers in the extra work it can entail. This session will investigate some of the common differences between learners before moving on to look at some of the ways in which technology can be effectively employed to cater for the individual needs of learners, such as in a flipped classroom setting.

The focus will remain clearly on providing opportunities for success for all learners whatever their characteristics whilst avoiding the need for a massive amount of additional work on the part of the teacher.

The session will feature material from Pearson’s online tool MyEnglishLab.

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Dr. Carsten Hörich, Dozent für Migrationsrecht

Jeder weiß Etwas – wenige etwas Genaues. Was dürfen Migranten und Geflüchtete zu welchem Zeitpunkt. – Was dürfen sie nicht. – Welche Rechte haben Migranten und Geflüchtete – Welche Rechte haben sie nicht - Dieser Vortrag mit Diskussion soll etwas Licht in die Möglichkeiten zur Beratung und Unterstützung von Migranten und Geflüchteten durch Bildungseinrichtungen bringen.

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Mechthild Jorgol, Landesverband der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt

Gerade in Integrationskursen spielt das Thema Interkulturalität eine große Rolle und stellt Dozierende vor so manche Herausforderung. Wie ist es möglich die interkulturelle Vielfalt zu harmonisieren und konstruktiv zu nutzen?

Hugo von Hofmannsthal sagte einmal auf die Frage: „Was ist Kultur?“ - „Kultur ist, zu wissen, was einen angeht und zu wissen, was einen zu wissen angeht.“.

Damit hat er ein großes Thema in einem Satz zusammengefasst. Diese beiden Aspekte sind für die interkulturelle Kompetenz wesentlich und so wird der Workshop die größten Stolpersteine und wichtigsten Aktionsbereiche im interkulturellen Arbeitsfeld anschaulich und nutzbar machen.

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Workshop Block II - 17:30 - 19:00 Uhr

Dr. Gunther Weimann, Berlin, Cornelsen

Aufgrund der Globalisierung und veränderter Anforderungen in der Arbeitswelt lernen immer mehr Menschen Deutsch vor allem aus beruflichem Interesse. In dieser Veranstaltung wollen wir methodisch-didaktische Prinzipien und Grundsätze für einen abwechslungsreichen berufsorientierten DaF-Unterricht diskutieren und am Beispiel des neuen B2-Lehrwerks Fokus Deutsch gemeinsam erproben.

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Anja Böttinger, Berlin, Hueber

Sie unterrichten Deutschlernende, die zwar in der Muttersprache alphabetisiert sind, aber keine Kenntnisse der lateinischen Schrift besitzen?

Dieser Workshop wird zeigen, wie Sie als Kursleiter/in gezielt das lateinische Alphabet einführen. Anhand von Anwendungsbeispielen und Tipps aus dem Lehrwerk „Schritte plus Alpha Kompakt“ lernen Sie die Inhalte sowie die didaktischen Ansätze kennen, die im Alpha-Unterricht zum Erfolg führen und Spaß machen.

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Christian Seiffert, Schleswig, Klett

Die Veranstaltung soll einen Überblick verschaffen über die Lehrwerke und Materialien für den berufsbezogenen Deutschunterricht (u.a. KompAS, DeuFöV, Basismodul B2 des BAMF). Welches Material aus dem Klett-Verlagsprogramm passt zu welchem Kurstyp gemäß der beruflichen Förderung? Diese Frage wird durch die Vorstellung von Konzept, Aufbau und Inhalten der Materialien beantwortet. Im Fokus stehen u.a. die Lehrwerke der neue Reihe „Einstieg Beruf. Erste Schritte in die deutsche Sprache“, das Lehrwerk „DaF im Unternehmen“ sowie Lehrwerke/Materialien aus dem Mittelstufenbereich B2/C1. In der Veranstaltung werden auch konkrete Aufgabenstellungen aus den Lehrwerken ausprobiert und reflektiert.

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VHS Chemnitz

Manuela Zenker, VHS Chemnitz/ Anastasia Schill, UK, tellusgroup

In diesem Workshop wollen wir uns anschauen, welche spannenden Möglichkeiten EU-Förderprogramme, insbesondere das Programm Erasmus+, für Volkshochschulen und Landesverbände bieten.

Wir werden gelungene Projekte vorstellen und von der praktischen Umsetzung der Projektideen berichten. Sie erhalten einen Einblick in den administrativen Umfang des Projektmanagements vom Antrag bis zum Schlussbericht.

Gemeinsam erarbeiten wir, welchen Mehrwert europäische Zusammenarbeit für eine Volkshochschule als Institution und für einzelne Lehrkäfte und Mitarbeiter/-innen bringen kann, wie Aufwand und Nutzen in Einklang gebracht werden und nachhaltige Partnerschaften entstehen können."

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Annekathrin Cornelius, Hannah Lepping, TestDaF–Institut

Der webbasierte Spracheneinstufungstest onSET misst die allgemeine Sprachkompetenz in Deutsch oder Englisch. Innerhalb von 40 Minuten erhalten Teilnehmende eine präzise Einschätzung ihrer Sprachkenntnisse auf den Niveaus A2 bis C1 des GER.

Auch in einer kürzeren Version ist der Test verfügbar: Der onSET für Flüchtlinge wendet sich an Geflüchtete, die z.B. einen studienvorbereitenden Sprachkurs belegen möchten.

Im Workshop lernen Sie die Funktionsweise und die praktische Handhabung kennen. Sie erhalten die Möglichkeit, einen Beispieltest zu bearbeiten.

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Lavinia Ionica, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vor dem Hintergrund der aktuellen Unterrichtsforschung wird diskutiert, welche Rolle digitale Medien bei der Realisierung motivierender und erfolgreicher Lernprozesse spielen können.

Anhand von Best-Practice-Beispielen erfahren die TeilnehmerInnen, wie sie Web 2.0 Technologien (z.B. Blogs), Online-Videos und interaktive Lernaufgaben bei der Optimierung ihres Unterrichts einsetzen können.

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Dr. Beate Benndorf-Helbig, Jena, Thüringer Volkshochschulverband e.V.

Umweltschutz, Mülltrennung, vegetarisches oder veganes Essen… alles Themen, die nah an der täglichen Lebenswelt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind und sich daher im Fremdsprachenunterricht gut einbinden lassen. Im Workshop lernen Sie die Lehr- und Lernmaterialien für den Sprachunterricht kennen, die im Projekt „SustAEnable“ entwickelt wurden und die für Ihren Unterricht zur Verfügung stehen. Die Materialien liegen in Englisch, Spanisch, Deutsch, Tschechisch und Schwedisch vor, lassen sich aber auch an andere Sprachen anpassen. Im Workshop diskutieren wir daher auch, wie Materialien für den Unterricht zum Thema gefunden und umgesetzt werden können, und wie Sie auf verschiedenen Niveaustufen das Thema „Nachhaltigkeit“ einbinden können.

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Rob Dean, UK, Pearson

  • What makes a good speaker?
  • What are the necessary subskills for effective communication?
  • What makes a good conversation course?
  • What can we talk about in our conversation lessons?
  • How can we support and encourage our students to communicate in class, and what resources can we use?

Answers to all these questions – and more – will be suggested through a selection of highly practical approaches and activities aimed at developing proficiency, building confidence and fostering motivation among our students. The session will be illustrated with material taken from the second edition of Pearson’s Speakout series.

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Renate Krüger, Erfurt, Universität Erfurt

Sagen werden – im Vergleich zu Märchen – im Fremdsprachenunterricht bisher eher selten eingesetzt. Dabei bieten sie viele Vorteile: die Texte sind meist kurz und es werden oft konkrete Angaben zu Ort und Zeit gemacht. Viele Sagen sind auf lokaler und nationaler Ebene immer noch sehr präsent. Daher lassen sich interessante Ansätze für interkulturelles oder auch inhaltsorientiertes Lernen daraus ableiten.
Im Workshop wird erörtert, wie mit Hilfe deutscher Sagentexte bei Deutschlernern sowohl die sprachliche und kommunikative als auch die interkulturelle Kompetenz entwickelt werden kann. Es werden Textbeispiele und mögliche Aktivitäten vorgestellt. Die Teilnehmer sind zur Mitarbeit und Erprobung dieser Vorschläge eingeladen.

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Tim Dittmann, TU Braunschweig

Ein deutscher Student möchte für einen Auslandsaufenthalt seine Französischkenntnisse  erweitern und auffrischen und trifft sich regelmäßig mit einem französischen Austauschstudenten, der seine Deutschkenntnisse verbessern möchte. Sprachenlernen – im Tandem? Welche Methode verbirgt sich dahinter? Der Dozent stellt Ihnen in seinem Workshop vor, wie Sprachenlernen im Tandem funktioniert und berichtet von seinem Arbeitsschwerpunkt in der Vermittlung, Beratung und Begleitung  von Sprachtandems. Außerdem wird er einen kleinen Einblick in die Forschungslage geben und viel aus seinen praktischen Erfahrungen berichten.

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Ab 19:15 Uhr - Abendessen

Gemeinsames Abendessen in der Theaterkantine der Kulturinsel. Die Terrasse mit einem berauschenden Blick über die Innerstadt und die fünf Türme von Halle steht bei gutem Wetter mit zur Verfügung.

Das Essen wird vom Chef des STRIESES BIERTUNNEL Herrn Michael Neubauer ausgerichtet.

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Das Abendessen ist nicht im Tagungsbeitrag enthalten und kostet pro Person 20, - €.

Getränke sind selbst zu bezahlen.

Ab 20:30 Uhr - Besuch der Vorstellung „1913 Der Sommer des Jahrhunderts“ nach F. Iliies in der Regie von Christoph Werner.

Bevor das zwanzigste Jahrhundert in den ersten industriellen Weltkrieg der Geschichte mündete, ruhte es aus in einem langen Sommer. Als diesen bezeichnet der Schriftsteller Florian Illies das Jahr 1913 in seinem gleichnamigen Buch. Monat für Monat blättert er den Kalender auf und enthüllt das gesellschaftliche Leben eines widersprüchlichen Jahres zwischen zwei Epochen: Hitler und Stalin könnten im Park von Schönbrunn aneinander vorbeigelaufen sein. Oskar Kokoschka liebt Alma Mahler, die ihn nur erhören will, wenn er ein Meisterwerk schafft. Franz Kafka wirbt um Felice Bauer und hat die größte Sorge, dass sie in die Heirat einwilligt. Sigmund Freud und Carl Gustav Jung verfeinden sich. Es begegnen uns Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, die Brüder Heinrich und Thomas Mann, Karl Kraus, Franz Werfel. Das Who-is-Who? der klassischen Moderne – oftmals hatten die heute unbezahlbaren Künstler kaum das Geld, um die Miete zu begleichen. Aus der Fülle an Materialien, Charakteren und Begegnungen destilliert dieser Abend Figuren und belebt Puppen in einer Séance, in der die Endlichkeit aufgehoben wird.

Regisseur Christoph Werner hat einen Satz von Albert Einstein im Blick, der besagt, dass die gesamte Energie des Universums nicht ausreicht, um die Zeit auch nur um eine einzige Sekunde zurückzudrehen. Dem Theater, immerhin gelingt bisweilen das Wunder eines Abends, an dem die Vergangenheit in die Gegenwart leuchtet.

Dauer: 1h 20min

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Fotos: Falk Wenzel

Der Besuch der Vorstellung ist nicht im Tagungsbeitrag enthalten und kostet pro Person 25, - €


…und für alle die, die noch Lust haben auf einen Absacker:

Bei gutem Wetter erwartet sie der Strieses Biergarten direkt am Theater mit erfrischenden alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken.