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Projektbeschreibung

Das Projekt "Pimp up your brain - Gehirnfreundliches Lehren u. Lernen in Alphbetisiungs- und  Integrationskursen für Erwachsene" ist ein strategisches Partnerprojekt zum Austausch guter Praxis.

Die seit 2015 verstärkte Zuwanderung von Menschen aus anderen Herkunftsländern stellt die europäische Union vor zahlreiche Herausforderungen. Gespräche mit EU-Partnern haben ergeben, dass gerade Integrationsprozesse in allen Ländern verschieden angegangen werden u. teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Dieser Austausch zeigte, dass die Erkenntnisse eines Landes nicht ohne Weiteres über mehrere Sprachen transferiert werden können. Das gab den Ausschlag, den Bereich Integration in deutschsprachigen Regionen der EU näher zu beleuchten.

Der Landesverband der VHS Sachsen-Anhalt e.V. hat mit verschiedenen Einrichtungen für Erwachsenenbildung aus Österreich, Belgien, Luxemburg u. Liechtenstein gesprochen u. erfahren, dass Lehrkräfte in Integrationsbereichen auch in diesen Ländern zunehmend an ihre Grenzen geraten. Alle Einrichtungen zeigten großes Interesse an einer Zusammenarbeit. Aus Mangel an zeitlichen bzw. personellen Ressourcen konnten nicht alle einer Zusammenarbeit zustimmen, sind jedoch sehr interessiert an einem Austausch, den Ergebnissen u. einer evtl. späteren Zusammenarbeit.

Mit dem Antragsteller gehen das VHS-Bildungsinstitut VoG. Eupen - Belgien und die BhW Niederösterreich GmbH  Atzenbrugg - Österreich in den aktiven Austausch, um im europäischen Kontext die Qualität von DaZ- u. Integrationskursen zu prüfen.

Grundlagen dieser Überprüfung werden z.B. folgende Fragen bilden:

1. Wie gelungen beurteilen Lernende in Integrationskursen die Willkommenskultur im Zielland bzw. in der Einrichtung; ihren pers. Kompetenzaufbau in den Kursen; die Unterrichtmethoden bzw. was fehlt ihnen oder kommt aus ihrer Sicht zu kurz?

2. Welche politischen und gesetzlichen Vorgaben nehmen in den einzelnen Partnerländern Einfluss auf Integrationsprozesse? (z.B. Strukturen, Ziele, Finanzierung, Gruppengrößen z.B. in Deutschland 12-25 TN / in Österreich 6 TN pro Gruppe)

3. Wie gestalten sich die Aus- und Weiterbildungen der Lehrkräfte für Integrationskurse in den drei Partnerländern (z.B. berufliche und sprachliche Voraussetzungen, Inhalte, Durchführung, Finanzierung, Materialien)

100 Lehrkräfte werden sich an den Umfragen beteiligen. Mit den drei Lernaktivitäten werden 68 Lehrkräfte in den Austausch zu den oben gestellten Fragen eingebunden, nehmen an kompetenzstärkenden Workshops teil u. geben ihr Wissen in regionalen Workshops an ihre KollegInnen weiter.

Indirekte Zielgruppe sind Lerner. Sie werden durch ihre Lehrkräfte in die Umsetzung des Gelernten u. deren Reflektion einbezogen. Außerdem werden 300 Lerner an einer Umfrage zur Bewertung der Qualität von Integrationskursen teilnehmen.

Im Projekt sind drei Lernaktivitäten für die Lehrkräfte geplant. Diese dienen dem Austausch u. der Kompetenzerweiterung.

Jedes Treffen hat einen Themenschwerpunkt:

C1. Interkulturelle Kompetenz als Stresskompetenz - Stärkung der Lehrkräftekompetenzen

C2. Lernfreude und Motivation der Lernenden stärken - gehirnfreundlich Lehren - Methodenvielfalt entwickeln

C3. Umgang mit traumatisierten Teilnehmenden in Integrationskursen - Sensibilisierung und Stärkung der Lehrkräfte

Für die Durchführung des Projektes wurde eine gängige Projektmanagementmethode gewählt - Einleitung, Planung, Ausführung, Kontrolle und Evaluation.

Um Management u. Evaluation des Projekts sowie Verbreitung der Ergebnisse sicherzustellen ist jeweils am Anfang, am Ende und am Rande der drei Lernaktivitäten transnationale Treffen geplant. Dieser Prozess wird durch mtl. Videokonferenzen der Projektarbeitsgruppe unterstützt.

Neben der zu erwartenden Kompetenzstärkung der Lehrkräfte und der Erhöhung der Kursqualität werden, zu den oben gestellten Fragen, schriftliche Umfragen durchgeführt. Deren Daten werden zusammengefasst u. evaluiert Informationen über den IST-Zustand liefern sowie Rückschlüsse auf Folgeschritte zulassen, z.B. Erfordernisse zur Qualitätssteigerung von Integrationskursen und wie die Zusammenarbeit im EU-Kontext dazu beitragen kann.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, mit einer gehirnfreundlicheren Verarbeitung des Gelernten und der Stärkung interkultureller Kompetenzen auf beiden Seiten, die Qualität der Kurse zu verbessern u. damit die Chancen erfolgreicher Integrationsarbeit für die europäische Gemeinschaft zu erhöhen.

Um dieses Ziel auf EU-Ebene zu erreichen, werden die Partner lokale, regionale u. nationale Anbieter von DaZ- u. Integrationskursen sowie entsprechende Organisationen in den oben benannten deutschsprachigen Regionen, regelmäßig über den Projektverlauf und die Ergebnisse informieren und sie zu regionalen Austauschforen u. Weiterbildungen einladen.

Auf EPALE werden die Ergebnisse kostenfrei zur Verfügung gestellt sowie ein weiterführender Austausch angeregt, um ein friedliches Zusammenleben und-arbeiten in der europäischen Union zu stärken.

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