Erasmus+ Mobilitäten - "Horizonte erweitern - International denken"

Erfahrungsberichte der Teilnehmenden aus Phase I & II

Sprachreise Montpellier

Avatar of Heimel, ChristophHeimel, Christoph - 17. September 2020 - Erasmus+ Mobilitäten

Sprachreise Montpellier

Im Rahmen des Erasmus+ Programmes ermöglicht der VHS-Landesverband Sachsen-Anhalt Weiterbildungen im europäischen Ausland.  Mit dem Projekt "Horizonte erweitern - International denken II" sollen die regionalen (K)VHSen unterstützt werden, ihre Einrichtungen an eine strukturierte Internationalisierung heranzuführen.

 

 

Erfahrungsbericht 

Als Dozent für Schwedisch an der Kreisvolkshochschule im Landkreis Börde bot sich mir die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen. Mit der Projektteilnahme war das Ziel verbunden, fremdsprachliche Kenntnisse zu erweitern bzw. zu festigen und neue Lernformen bzw. Unterrichtsmethoden kennenzulernen.  Diese Chance habe ich genutzt, um meine Französischkenntnisse zu verbessern.

 

Stadt:

Montpellier ist Hauptstadt des Départments Herault und nach Toulouse die zweitgrößte Stadt der Region Okzitanien. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 290.000, wobei im gesamten Großraum über 400.000 Menschen leben. Vor allem junge Menschen prägen das Bild der unzähligen Gassen und Plätze der Altstadt, zählt die Stadt doch zu einer der ältesten und größten Studentenstädte Frankreichs mit über 60.000 Studierenden. Etwa zehn Kilometer südlich liegt der Badeort Palavas-les-Flots, welcher an den öffentlichen Nahverkehr der Stadt angebunden ist. Im Norden der Stadt sorgen die wilden Schluchten und Täler des Gorges de l’Hérault für eine einmalige Naturlandschaft.

 

 

Sprachschule/Kursart:

Die Sprachschule Institut Européen de Français befindet sich in der Altstadt unweit der neugestalteten Markthalle Marché Castellane und ist umgeben von etlichen kleinen gemütlichen Cafés, Restaurants, Bars sowie Boutiquen und Szeneläden. Die Sprachgruppen wurden nach den Niveaustufen A2, B1/B2 und B2/C1 eingeteilt und bestanden aus etwa 7-10 Personen, wobei die Kenntnisse der einzelnen Teilnehmenden auch innerhalb der Niveaustufen noch sehr unterschiedlich waren. Eine elaboriertere Einteilung der Teilnehmenden konnte leider nicht vorgenommen werden, da aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen, die zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie eingeführt wurden, insgesamt nur etwa 25 Studierende in der Sprachschule eingeschrieben waren und andernfalls die Mindestteilnehmerzahl unterschritten worden wäre.

In den Räumen der Schule sowie im Unterricht bestand die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Dies galt ab dem 11.08.2020 auch für die Altstadt Montpelliers. Die Lehrenden sind dieser Pflicht durch das Tragen von Gesichtsvisieren nachgekommen. Diese bestanden aus durchsichtigem, biegsamem Kunststoff und deckten das gesamte Gesicht ab. Der Vorteil dieser Schutz-Bedeckung bestand darin, dass die Aussprache deutlich besser zu verstehen war als die der Studierenden mit einer klassischen Mund-Nasen-Bedeckung direkt vor dem Mund.

Zusätzlich zum Kursangebot bestand am Nachmittag sowie am Wochenende die Option, an außerschulischen Exkursionen ins Umland (u.a. Arles, Sète, Pont du Gard, Les Baux-de-Provence etc.) teilzunehmen.

Unterbringung:

Wie bereits bei meiner ersten Mobilität nach Frankreich im Rahmen des VHS Erasmus+ Projektes wählte ich auch diesmal für die Unterkunft eine Gastfamilie. Diese wohnte südöstlich der Altstadt (ca. 3 km zum Place de la Comédie) im Viertel Prés d'Arènes nur unweit des Radweges, welcher zum Badeort Palavas-les-Flots führte. Die Option Gastfamilie erlaubte es mir, dass Erlernte in lebensnahen Situationen zu praktizieren und gleichermaßen einen Eindruck vom Leben in der Mittelmeermetropole durch die Augen der Einheimischen zu bekommen.

 

An- und Abreise:

Für die Anreise nach Montpellier entschied ich mich für die Bahn. Dies bot mir die Möglichkeit, nicht nur entspannt und umweltfreundlich zu reisen, sondern auch das eigene Fahrrad mitzunehmen. Aufgrund der Entfernung empfiehlt es sich, einen Zwischenhalt mit Übernachtung einzuplanen. Dies ist aber, insbesondere wenn man auf die Option der Fahrradmitnahme verzichtet, nicht zwingend notwendig. Der Bahnhof Montpellier St Roch liegt sehr zentral nur unweit der Altstadt und ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Region Okzitanien.

 

 

 

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