Erasmus+ Mobilitäten - "Horizonte erweitern - International denken"

Erfahrungsberichte der Teilnehmenden aus Phase I & II

Sprachreise nach Nizza

Avatar of Heimel, ChristophHeimel, Christoph - 20. Dezember 2019 - Erasmus+ Mobilitäten

Sprachreise Nizza

Im Rahmen des Erasmus+ Programmes ermöglicht der VHS-Landesverband Sachsen-Anhalt Weiterbildungen im europäischen Ausland.  Mit dem Projekt "Horizonte erweitern - International denken II" sollen die regionalen (K)VHSen unterstützt werden, ihre Einrichtungen an eine strukturierte Internationalisierung heranzuführen.

Als Dozent für Schwedisch an der Kreisvolkshochschule im Landkreis Börde bot sich mir die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen. Mit der Projektteilnahme war das Ziel verbunden, fremdsprachliche Kenntnisse zu erweitern bzw. zu festigen und neue Lernformen bzw. Unterrichtsmethoden kennenzulernen.  Diese Chance habe ich genutzt, um meine Französischkenntnisse zu verbessern.

Kursart:

Ich wählte einen Intensivkurs mit 30 Unterrichtseinheiten (á 45 Minuten/Einheit) in der Woche an der Ecole France Langue in Nizza. Am Montagvormittag erfolgte ein schriftlicher und mündlicher Test zur Evaluierung des gegenwärtigen Sprachstandes. Auf dieser Grundlage erfolgte die Platzierung in die Kurse. Da es sich um die letzte Kurswoche im Kalenderjahr 2019 handelte, waren viele der Sprachschüler, vor allem aus Lateinamerika und Asien, bereits abgereist und in den Weihnachtsferien. Dies hatte zur Folge, dass sich die Teilnehmeranzahl in den verbliebenen Gruppen stark reduzierte, die Kurse aus maximal 3-5 Teilnehmenden bestanden und intensive Einheiten durchgeführt werden konnten. Die Unterrichtsmodule wurden weitestgehend den sprachlichen Vorkenntnissen der Teilnehmenden sowie deren grammatikalischen Bedürfnissen angepasst. Darüber hinaus erfolgte die Vermittlung von gesellschaftspolitischen Inhalten des Gastlandes. Diese waren geprägt durch die Streiks gegen die gegenwärtig geplante Rentenreform. Zum Ende des Kurses gab es ein Teilnehmerzertifikat mit einer Einschätzung des erworbenen Sprachniveaus.

Das Pensum von 30 Stunden ließ sich gut bewältigen und ist zu empfehlen.  Die Einheiten verteilen sich auf jeweils 3 Blöcke pro Tag und beginnen um 09:00 Uhr am Vormittag. Nach zwei Blöcken von jeweils 90 Minuten am Vormittag und der Mittagspause zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr erfolgt am frühen Nachmittag von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr die letzte Einheit. Mit dieser Struktur bleibt ausreichend Zeit, die historische Altstadt, die pulsierende Innenstadt, den Weihnachtsmarkt (im Dezember) oder auch einige der vielen Museen und kulturellen Einrichtungen Nizzas zu erkunden.

Unterbringung:

Ich wählte die Unterbringung in einer Gastfamilie. Diese wohnte in einer typischen nizzianischen Stadtvilla mit eigenem Garten und stellte mir ein Zimmer in ausreichender Größe zur Verfügung. Die Unterkunft befand sich in derselben Straße wie die Gastschule unweit des Stadtzentrums. Die Option Halbpension erwies sich als Glücksgriff. Am Morgen gab es ein klassisches französisches Frühstück bestehend aus Kaffee und Croissant. Am Abend bestand die Möglichkeit, im Restaurant ,Le Tchitchou‘ in der Innenstadt Nizzas zu speisen. Dieses wird von der Gastfamilie betrieben und bietet traditionelle mediterrane Küche aus der Region.

An- und Abreise:

Die Flugverbindungen nach Nizza sind sehr gut. Die Reisedauer von Berlin beträgt in etwa 2 Stunden. Der Flughafen von Nizza befindet sich direkt am Meer am westlichen Stadtrand und ist über den öffentlichen Nahverkehr sehr gut an die Innenstadt angebunden. Das Verkehrsnetz ist ebenfalls sehr gut ausgebaut und auch die umliegenden Regionen lassen sich gut erkunden. Nizza verfügt über einen SNCF-Bahnhof (Société nationale des chemins de fer français – staatliche Eisenbahn Frankreichs), von dem aus alle großen Städte des Landes sowie Städte im Norden Italiens zu erreichen sind. Ein Einzelfahrticket für die Busse und Straßenbahnen beträgt lediglich 1,50 € und ist für eine Fahrt inkl. Umsteigen gültig. Die Fahrt in das etwa 20km entfernte Fürstentum Monaco kostet mit dem Regionalzug 8,20€ (Hin- und Rückfahrticket).

Persönlicher Tipp:

Es ist sehr zu empfehlen, auch die umliegenden Städte der Côte d’Azur bzw. der Provence-Alpes-Côte d’Azur zu besuchen. Ich entschied mich für einen Tagesausflug nach Monaco vor dem offiziellen Beginn der Weiterbildung und besuchte bei angenehmen 20°C den dortigen Weihnachtsmarkt. Die Mobilität endete mit einem Wochenendtrip nach Marseille.

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