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Erstorientierungskurse für Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit unklarer Bleibeperspektive

Rund um den Alltag in Deutschland drehten sich die Erstorientierungskurse für Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Zeitraum August 2017 bis Ende Juni 2020. In ihnen erhielten Sie wichtige Informationen und erste Deutschkenntnisse, damit Sie sich hier zurechtfinden können. 

461 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten erfolgreich die Erstorientierungskurse an 13 Standorten in Sachsen-Anhalt. Aus 35 Ländern konnten Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer begrüßt werden, wobei der Großteil aus Asien und Afrika stammte.

Die Erstorientierungskurse richteten sich primär an Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die weder aus einem Land mit hoher Anerkennungsquote (gute Bleibeperspektive) noch aus einem sicheren Herkunftsland stammten.

Die Kurse basierten auf dem Konzept "Erstorientierung und Deutsch lernen für Asylbewerber". Folgende Themengebiete wurden behandelt:

  • Alltag in Deutschland
  • Arbeit
  • Einkaufen
  • Gesundheit/Medizinische Versorgung
  • Kindergarten/Schule
  • Mediennutzung in Deutschland
  • Orientierung vor Ort/Verkehr/Mobilität
  • Sitten und Gebräuche in Deutschland/Lokale Besonderheiten
  • Sprechen über sich und andere Personen/Soziale Kontakte
  • Wohnen
  • Werte und Zusammenleben

Für den Unterricht suchte der Kursanbieter aus dem Konzept fünf Themen aus, die zu den Bedarfen der Teilnehmenden passten. Das Modul "Werte und Zusammenleben" war für jeden Teilnehmenden verpflichtend. Hier lernten Sie u.a., welche Grundwerte das Leben in Deutschland bestimmen und wie sich diese im Alltag gestalten.

Ergänzt wurde der Unterricht um Exkursionen, zum Beispiel zu Behörden, einer Bibliothek oder zum Markt. Diese Exkursionen halfen Ihnen zusätzlich, sich in Ihrer Umgebung zu orientieren und das Gelernte gleich in der Praxis auszuprobieren.

Ein Kurs bestand aus sechs Modulen zu je 50 Unterrichtseinheiten (= 45 Minuten) und umfasste damit insgesamt 300 Unterrichtseinheiten.