Zwei Wochen in der schottischen Hauptstadt Edinburgh

Avatar of Claudia Parschau Claudia Parschau - 27. August 2017 - Erasmus+ Mobilitäten

Ankunft

Heute geht es nun endlich los nach Edinburgh. Der geplante Flug von Berlin nach Edinburgh soll um 16.40 Uhr starten und hat Verspätung. Ich bin erst gegen 21 Uhr in meiner Gastfamilie, Margaret ist sehr besorgt, dass ich am Verhungern bin, aber nach einem Sandwich zeigt sie mir mein Zimmer. Es ist gemütlich und ich falle wie ein Stein ins Bett.

Kennenlernen und Begrüßung in der Schule

1. Tag

in unserem roten Klassenzimmer mit Mark
Nach dem Frühstück, bei dem ich meinen Mitstudenten und Mitbewohner Danile aus Italien kennenlerne, fahren wir gemeinsam mit dem Bus zur Schule. Im Berufsverkehr brauchen wir ca. 30-45 min. Hier gibt es einen Aufenthaltsraum mit kostenlosem Kaffee, Tee und Wasser. Die einzelnen Dozenten holen uns Studenten ab und im Klassenraum, unserer ist der rote, werden wir begrüßt. Wir sind zwölf Schüler aus Bulgarien, Schweden, Estland, Ungarn, Slowakei, Italien und Deutschland. Unsere Dozentin Linda ist eine sehr kompetente, erfahrene schottische Lehrerin. Der Unterricht ist sehr gut strukturiert und interessant. Am Nachmittag unterrichtet uns Mark, der den typischen englischen Humor hat. Ich freue mich auf die Tour am Nachmittag unser Lehrer Marc ist auch ein Stadtführer und erklärt uns die Architektur und die geschichtlichen Zusammenhänge der New Town und die abschließende Aussicht vom Calton Hill auf die Princess Street und das Castle sind atemberaubend. 

Dienstag

in der National Portrait Gallery
Der Unterricht wird wieder von Linda am Vormittag und von Mark am Nachmittag sehr gut strukturiert gestaltet. Die Klasse ist super! Ich finde besonders unsere unterschiedlichen Erfahrungen interessant. Meine beiden Nachbarinnen: Elena aus Italien und Linda aus Schweden sind sehr angenehme und lustige Kolleginnen und wir haben sofort einen Draht zueinander. Der Besuch der National Portrait Gallery ist sehr interessant, besonders das Gebäude hat es mir angetan. Im Anschluss gehen Elena, Jennifer, Danile und ich zum Grassmarket und wollen in einen Pub. Da in Edinburgh Festival ist, sind überall viele Menschen unterwegs und es herrscht Ausnahmezustand in der Innenstadt. Wir essen im Pub und beobachten das bunte Treiben. Es wird ziemlich spät...

Mittwoch

Nach dem Unterricht bin ich nicht mit zum Georgian House, bzw zur Pub Night gegangen, da ich mich nicht so gut fühlte. Ich war zeitig zu Hause und bin früh schlafen gegangen.

Donnerstag

Unterricht mit Linda
typische Architektur in der Edinburgher Altstadt
NAtional Museum of Scotland
Es ging mir besser und der Unterricht war auch wieder sehr interessant. Es ging um Clil als grundsätzliche Nutzung von einer Fremdsprache auch in anderen Unterrichtsfächern. Wir haben das ausgiebig diskutiert und die Vorteile und Nachteile erörtert. Am Nachmittag sind wir in die Edinburgher Altstadt und in das National Museum of Scotland gegangen. Dieses Gebäude ist riesengroß, hat eine interessante Architektur und das für mich Herausragende war die Dachterasse mit einem grandiosen Blick über die Stadt, bis zu den Pentland Hills und dem Firth of Forth. Da wir sonniges Wetter erwischten waren wir alle gar nicht mehr weg zu kriegen und haben jede Menge Fotos gemacht. Auch ein Gruppenfoto. Anschließend sind wir zu acht unterwegs gewesen. Pub dinner und dann eine Comedy Show des Edinburgh Festivals. Anschließend war ich noch mit zwei Mitstudenten in einem Pub mit toller Live Musik.

Freitag - Ausflug zu Roselyn Chapel

Roselyn Chapel
Edinburgh Military Tattoo
Heute ist Freitag und die ganze Klasse freut sich auf den Trip zur Roselyn Chapel, die allen Filmfans durch Dan Browns "Da Vinci Code" ein Begriff ist. Unsere Lehrerin Linda fährt mit uns dorthin. Leider ändert sich das schöne Wetter und es fängt an zu regnen... Nichtsdestotrotz nehmen wir den Bus und los geht es! Dort angekommen geht es durch ein Besucherzentrum in die Kapelle. Ich bin sehr von der Farbenvielfalt des Sandsteins beeindruckt. In der Kapelle ist es zeimlich voll und nach ein paar Minuten erzählt eine junge Frau etwas zur Geschichte der Kapelle. Anschließend gehe ich raus, weil es mir zu voll ist und mache Fotos von außen. Ein Teil unserer Gruppe geht mit Linda noch zu einer Burgruine die ein paar Minuten entfernt ist. Ich bleibe mit einem Teil der Gruppe im Besucherzentrum und wir trinken einen Kaffee. Am Abend gehe ich mit Jennifer und Elena und Danile zum Edinburgh Military Tatoo. Wir haben am Anfang der Woche noch Tickets ergattert und sind sehr gespannt auf diesen Abend. Leider sieht es immer noch nach Regen aus...

Wochenende

die Royal Mile
Cockburn Street
es gibt sogar einen Harry-Potter-Laden
der Botanische Garten
Heute bin ich mit Elena verabredet, sie möchte noch ein paar Geschenke einkaufen, weil sie morgen schon wieder nach Italien zurückfliegt. Wir wollen uns im Stadtzentrum vom Festivalrummel treiben lassen - es ist das letzte Festivalwochenende. Das Wetter ist fantastisch, richtig warm, blauer Himmel und Sonnenschein. Dem Gedränge der Royal Mile entfliehen wir in einen Pub, in dem wir Mittagessen. Später treffen wir noch Danile und verbringen einen vergnüglichen Abend im Pub!
Das schöne Wetter hält sich und ich möchte den vielen Menschen ein wenig aus dem Wege gehen und mache mich auf zum Botanischen Garten. Hier kann man wunderbar entspannen. Es gibt viele Bänke, die nicht nur am Wegesrand stehen, sondern auch versteckt zwischen Baumgruppen und Hecken. Hier verbringe ich eine ruhige Zeit mit Lesen und Postkarten schreiben.

Montag

die Tour mit Marc
die Princess Street, aufgrund des Feuerwerks für den Verkehr gesperrt
Linda unterrichtet uns weiter. Heute ist "storytelling" das Thema und sie zeigt uns viele gute Ideen, wie man im Sprachunterricht durch storytelling neue Vokabeln festigen kann. Am Nachmittag haben einen neuen Lehrer, Gregor. Nachdem er uns einen Einblick in seinen Unterricht für diese Woche gegeben hat, geht es mit dem "Drama" los! Mit kurzen Filmen und Übungen, die wir in Kleingruppen machen. Es ist für uns eine interessante und kurzweilige Unterrichtseinheit. Das schottische Kulturprogramm geht heute in die Altstadt mit Marc. Über die Princess Street, the Mound geht es am Writers Museum vorbei in die Royal Mile. Er hat wieder viele interessante Geschichten zu erzählen und uns kommt er manchmal wie ein Lexikon vor. Jennifer und ich sind anschließend mit den drei Schwedinnen zum Abendessen verabredet, denn wir wollen zusammen den Abschluss des Festivals- das Feuerwerk zusammen anschauen. Da Kiki ein Hotelzimmer mit Balkon zur Princes Street bewohnt, haben wir sozusagen einen Logenplatz! Es ist beeindruckend, wie das Castle durch das Feuerwerk in Szene gesetzt wird, untermalt mit der Musik... Aufgrund der vielen Menschen ist mein Heimweg ziemlich lang und ich falle nur noch ins Bett...

Dienstag

Am Dienstag bin ich von dem langen Montag Abend noch ziemlich müde und nachdem der Unterricht beendet ist, gehe ich nicht mit zum schottischen Parlament. Zumal Gregor gesagt hat, dass wir uns innen nicht alles ansehen können. Ich hatte mir das Parlament schon einmal von außen angesehen. Also bin ich zeitig zu Hause und früh ins Bett gegangen.

Mittwoch

Writers Museum
Die ganze Klasse hatte sich gegen die Clil Präsentation ausgesprochen und somit brauchten wir uns am Nachmittag nicht darauf vorbereiten. Gregor ging mit uns entlang des Walk of Dean zum Dean Village und Stockbridge. Es war ein idyllischer Spaziergang an dem Bach Dean entlang, man merkte gar nicht, dass man noch in einer Großstadt ist. Gregor ging mit uns auch ins Writer´s Museum, Gladstone´s Land hatte unsere Tour leider abgesagt. Aber für mich war das Writer´s Msueum ein kleines Juwel. Über drei Etagen wird hier von Robert Burns über Sir Walter Scott und Robert Louis Stevenson berichtet.

Donnerstag

Jupiter Artland
The weeping girls, Jupiter Artland
Jupiter Artland
Jupiter Artland
Der Unterricht mit Linda und Gregor ist wieder sehr interessant und für mich auch kurzweilig. Am Nachmittag ist die zweite größere Tour geplant zu Jupiter Artland. Ein Park mit moderner Kunst vor den Toren von Edinburgh. Wir haben Glück mit dem Wetter und lassen uns Zeit die Kunst zu entdecken und einen Kaffee zu trinken. Am Ende treffen wir uns alle an einem kleinen See wieder und fahren gemeinsam zurück in die Stadt. Am Abend sind wir noch im Pub Arthur Conan Doyle verabredet, um uns von den drei Schwedinnen zu verabschieden, leider ist Kiki erkältet und die anderen sagten auch ab. Wir waren dann zu fünft im Pub und fanden es aber echt gemütlich. Vor dem Zurückfahren haben wir natürlich noch die Statue fotografiert.

Freitag

National Museum of Modern Art
National Museum of Modern Art
The Duchess von der Geistertour

Wir haben den Vormittag frei, weil wir ja die Clil-Präsentation nicht machen wollten und Jennifer und ich gehen in die Modern Art Gallery. Ich mag die Spannung zwischen altem Gebäude und moderner Kunst sehr und wir finden beide, dass sich der Ausflug auf alle Fälle gelohnt hat. Den Nachmittagsunterricht verbringen wir mit Gregor und Marc in einem Cafe und lassen die zwei Wochen noch einmal Revue passieren. Leider fehlen schon unsere drei Schwedinnen, die Freitag früh schon ihren Rückflug hatten. Im Anschluss gehen wir mit Allan noch in die National Gallery of Art. Hier gibt es in einem beeindruckenden Gebäude riesige Bilder von Gauguin, Tizian, Monet und weiteren großen Namen der Malerei. Da wir keinen Treffpunkt am Ende festgelegt haben, fällt die Verabschiedung von den anderen kurz aus, da manche schon weg und einige noch in der Gallerie waren. Jennifer, Danile und ich trafen uns noch zu einem letzten Pub Dinner und einer anschließenden Geistertour mit "the Duchess" als Guide durch das unterirdische Edinburgh.

 

RESÜMEE

Diese Reise hat sich für mich wirklich gelohnt und ich habe jeden einzelnen Tag genossen. Edinburgh ist eine beeindruckende Stadt und die Menschen, denen ich begegnet bin, sind weltoffen und interessiert.

Inlingua, die Sprachschule, kann ich auch uneingeschränkt weiter empfehlen. Die Organisation, die Mitarbeiter und Dozenten geben einem das Gefühl willkommen zu sein. Jeder ist zuvorkommend und hilfsbereit.

Der Unterricht ist gut strukturiert und es wurde auf unsere Anregungen und Bedürfnisse eingegangen. Die Tage waren ziemlich lang mit dem Unterricht bis 15.15 Uhr und dem anschließenden schottischen Kulturprogramm. Dadurch hat man wenig Zeit in der Woche selbst auf Erkundungstouren zu gehen.

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